Nachhaltigkeit & Unternehmertum – Passt das zusammen? Ein Rückblick auf die Konferenz der Leuphana Universität und DBU

Nachhaltigkeit Titelbild

Die Frage, ob Nachhaltigkeit und Unternehmertum zusammenpassen, wurde auf der Veranstaltung der Leuphana Universität Lüneburg und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) eindrucksvoll beantwortet. Der Auftakt zur Konferenz „ZWISCHEN AKTIVISMUS UND UNTERNEHMER*INNENTUM: PRAKTISCHE ANSÄTZE NACHHALTIGER TRANSFORMATION“ zeigte erneut, was möglich ist, wenn Engagement und Innovation Hand in Hand gehen.

Als Keynote-Sprecher konnte Malte Pfahl, Gründer und Geschäftsführer der Backdigital GmbH, die Gründungsgeschichte von Backdigital und dem intelligenten Absatzprognosetool BackPlan vorstellen. BackPlan nutzt künstliche Intelligenz (KI) und wurde speziell für backende Betriebe entwickelt und hilft Bäckereien und Konditoreien so, Lebensmittelverschwendung und Retouren signifikant zu reduzieren. Mit der Optimierung des Bestell- und Produktionsprozesses durch KI können backende Betriebe ein aktives Zeichen gegen Überproduktionen und Verschwendung von Lebensmitteln setzen. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit im Alltag und ein Beispiel dafür, wie Technologie und unternehmerisches Denken zur Lösung drängender Umweltprobleme beitragen können.

Besonders bereichernd war der Austausch mit anderen Start-ups wie LOKORA, BonusBot, hempy period und NIDISI. Diese Gründer/innen präsentierten eine beeindruckende Vielfalt an innovativen und nachhaltigen Projekten, Gründungsgeschichten und Perspektiven. Die Teilnahme an der Panel-Diskussion mit so vielen engagierten Akteur/innen war inspirierend und zeigte die Kraft der Zusammenarbeit.

Die Konferenz hat klar verdeutlicht, wie wichtig und kraftvoll die Verbindung von Unternehmertum und Nachhaltigkeit ist. Es ist schön zu sehen, wie viele Menschen bereit sind, mit ihren Ideen und Projekten aktiv zur Lösung drängender Umweltprobleme beizutragen. Die Veranstaltung bot nicht nur eine Plattform für den Austausch, sondern auch für das Lernen und die Vernetzung.

Das Projekt „Vom Öko zum Ökopreneur“

Das von der DBU geförderte Projekt „Vom Öko zum Ökopreneur“ zielt darauf ab, ungenutzte Potenziale für umweltorientiertes Unternehmertum zu heben und die Gründung umweltorientierter Unternehmen zu fördern. Besonders jüngere Generationen, die ein steigendes Umweltbewusstsein zeigen, sollen durch zielgruppenspezifische Bildungsmaßnahmen unterstützt werden, um den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen und nachhaltige Geschäftsideen zu verwirklichen.

Die gesellschaftliche Bedeutung von Ökopreneurship ist enorm, da neue, umweltorientierte Unternehmen die Konsumgewohnheiten beeinflussen und etablierte Wettbewerber zu nachhaltigem Handeln anregen. Dadurch können wichtige Nachhaltigkeitstransitionen vorangetrieben werden.

Ein Blick in die Zukunft

Die Konferenz hat eindrucksvoll gezeigt, dass Nachhaltigkeit und Unternehmertum sich nicht ausschließen, sondern einander bereichern und verstärken können. Die vorgestellten Projekte und die engagierten Diskussionen haben verdeutlicht, dass innovative und nachhaltige Geschäftsideen einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Umweltprobleme unserer Zeit leisten können.

Die nächsten Schritte werden spannend und wir freuen uns darauf, weiterhin gemeinsam mit engagierten Akteur/innen an einer nachhaltigen Zukunft zu arbeiten. 

Ein großes Dankeschön geht an die Veranstalter, das Team der Leuphana Universität und der DBU sowie an Martin Auer, Corinna Krome, Kerstin Blumberg und Maike Buhr, die die Konferenz organisiert und zu einem vollen Erfolg gemacht haben.